Colombo und die Westküste

Kulturell wie kulinarisch ist die gesamte Westküste ein unvergleichliches Erlebnis und damit der perfekte Einstieg in das Erlebnis Sri Lanka. In der Hauptstadt Colombo und Umgebung pulsiert das Leben unentwegt und zeigt sich als ein buntes Nebeneinander alter Kultur, kolonialer Pracht und moderner Einflüsse.

Im Zentrum: die Hauptstadt Colombo. Sie ist mit mehr als 2 Mio. Einwohnern die größte Stadt Sri Lankas. Tagsüber besucht man Museen und schlendert durch Shops und Cafés oder das quirlige Viertel Pettah. Am Abend kann man in den Bars und Kneipen von Colombo in die Partyszene Sri Lankas eintauchen. Überall lassen sich Spuren der Singhalesen und ihrer Jahrtausende alten Zivilisation finden, aber auch der Portugiesen und Holländer haben einige beeindruckende Bauwerke und Denkmäler hinterlassen. Die meisten von ihnen kann man ganz einfach bei einem Spaziergang durch die Straßen entdecken.

Nördlich von Colombo befindet sich der berühmte Fischer- und Badeort Negombo, das mit über 100.000 Einwohnern inzwischen selbst eine beachtliche Stadt geworden ist. Der Bandaranaike International Airport, Sri Lankas internationaler Flughafen, ist nur 10 Minuten mit dem Auto entfernt. Daher ist Negombo der ideale Ort für den ersten oder letzten Stop deiner Reise.

Ein wenig südlich, in direkter Nähe zu Colombo, liegt auch Mount Lavinia, das neben seinen Stränden auch für sein herrschaftliches Hotel und Restaurant berühmt ist. Weiter Richtung Süden laden in den Küstenorten wie Bentota und Kalutata zahlreichen Flüsse und Lagunen zu einem Ausflug in die Natur ein und an den kilometerlangen Sandstränden lässt es sich vortrefflich Baden und Entspannen.

Eine fantastische Aussicht über das Meer kannst du übrigens auch vom Zug aus genießen. Die Bahnstrecke zu den Orten entlang der West- und Südküste fährt direkt am Ozean entlang. Das muss man gesehen haben!

Der Süden

Sri Lankas Süden ist ein absolutes Paradies für Naturliebhaber. Es locken schönste Strände voller Palmen, die sich im Wind wiegen, und ein tropisch-grünes Hinterland. Hier stören keine Hochhäuser die Sicht oder den Badespaß und man kann das Auge über das weite Meer und die schäumenden Wellen schweifen lassen.

Sri Lankas Süden hat sich unter Wellenreitern einen Namen gemacht und lockt jedes Jahr Surfer und andere Wassersportler an. Die Riffe, die sich unter der Wasseroberfläche verbergen, laden zum Schnorcheln ein. Aber auch einem entspannten Sonnenbad steht hier nichts im Weg. In den vielen kleinen Buchten östlich von Matura findet ihr Ruhe und könnt die Seele nach Herzenslust baumeln lassen, schwimmen oder mit etwas Glück Wasserschildkröten beobachten.

Wer doch ein wenig mehr Action möchte, für den sind die Strandabschnitte zwischen Hikkaduwa, Unawatuna, Weligama oder Mirissa ideal. Unter Palmen lassen sich wunderbar Beach Parties in entspannter Atmosphäre feiern. Ansonsten locken die zahlreichen Bade- und Fischerorte der Gegend zum Shoppen und Ausgehen. Jenseits der Küsten kannst du bei Ausflügen in den den Urwald eintauchen und die Schönheit der Tropen hautnah bewundern.

Die Ostküste

Nirgendwo sonst in Sri Lanka hat die Landschaft so viel zu bieten wie an der Ostküste. Felsige Savannen und üppiger Dschungel, weiße Strände und träumerische Lagunen liegen hier dicht beieinander. Aber auch die Kultur kommt hier nicht zu kurz und beeindruckende buddhistische Tempelanlagen warten darauf, von Reisenden entdeckt zu werden. Auch die Tamilen haben hier einen starken Einfluss. Von Nord her bis Batticaloa zeigen sich ihre Kultur und Sitten sowohl in heiligen hinduistischen Stätten und prächtigen Tempeln, wie in ihrer Küche und ihrem Umgang mit den Menschen.

Obwohl auch Teile der Ostküste 2004 vom Tsunami stark betroffen war, haben die Einwohner alles getan, um ihre Umgebung wieder aufzubauen. Die ist auch ein Grund warum ist die Ostküste in vielen Abschnitten sehr ruhig und fast untouristisch ist, weshalb Reisende diesen Teil des Landes in besonders entspannter Atmosphäre entdecken können.

Von April bis September verwandelt sich die Region rundum die Arugam Bay bei Pottuvil ein wahres Paradies für Surfer. Einer der Gründe, warum die Bucht unter Wellenreiter Weltruhm genießt. Für viele Surfer gehört Arugam Bay sogar zu absoluten Top 10 aller Surf Spots weltweit.

Unweit von Arugam Bay locken auch beindruckende Bauten wie das Mudu Maha Vihare. Das wortwörtlich “Große Kloster am Meer” bietet nicht nur einen einmaligen Blick auf die Insel, sondern lässt die Geschichte Sri Lankas in faszinierender Farbenpracht wieder lebendig werden.

Der Norden

Die Jaffna-Halbinsel bildet Sri Lankas nördliche Spitze. Seit Jahrhunderten schlägt hier das Herz der Tamilenkultur. In hinduistischen Tempelanlagen wie dem berühmten Nallur Kandaswamy Kovil halten sie ihre Religion lebendig. Aber auch im Norden sind Spuren früherer Kolonialherren wie der Portugiesen und Briten und finden.

An besonders klaren Tagen hat man einen weiten Blick über das Meer, die Korallenfelsen und die zerklüfteten Inseln bekannt als Adamsbrücke (oder Rama’s Bridge), die Sri Lanka vom indischen Subkontinent trennt. Viele der Inseln sind karg und unbewohnt und faszinieren daher mit einer besonderen Atmosphäre. Badestrände sind im Norden allerdings rar gesät. Schroffe Felsen und Dschungel prägen das Land und erstrecken sich oft bis ans Meer.

Der Norden war vom Bürgerkrieg besonders stark betroffen, was mancherorts noch zu erkennen ist. Trotzdem können Reisende sich hier sicher fühlen. Der Frieden ist gesichert und Übergriffe auf ausländische Besucher sind nahezu unbekannt.

Kandy und das Hochland

Im Zentrum der Insel liegt das von grünen Wäldern überzogene Hochland. Das atemberaubende Bergpanorama ist ein wahres Naturwunder, in dessen Zentrum der heilige Berg Sri Pada (Adam’s Peak) liegt. Viele der Gipfel sind über 2.500 Meter hoch. Bekannt ist das Hochland aber auch für die berühmten und beeindruckenden Teeplantagen, die sich an die Hänge schmiegen. Anders als an den sonnenverwöhnten Stränden der Küstenregionen ist es im Hochland deutlich kühler. Eine Windjacke oder ein warmer Pullover sollten also unbedingt ins Reisegepäck.

Im Herzen des Hochlands befindet sich auch Kandy, einst Zentrum des alten singhalesischen Königreichs. Bis heute erzählen die vielen Heiligtümer von der Blütezeit des alten sri-lankischen Königreichs. Das wohl bedeutete ist Sri Dalada Maligala, der “Zahntempel”, in dem ein Zahn Buddhas aus dem 4. Jahrhundert aufbewahrt wird und der bis in die Gegenwart als Kloster und Pilgerstätte dient. Hier findet auch jährlich eines der größten Festivals der Insel statt, das berühmte Kandy Esala Perahera Festival.

Aber auch der ursprüngliche Charme kolonialer Pracht lässt sich in Kandy vielerorts noch einmal erleben, den auch die Briten haben nach der Eroberung i1815 hier ihre Spuren hinterlassen. Einige der alten Herrenhäuser bieten einen atemberaubenden Blick über die Stadt und das üppige Bergpanorama. Eine ganz besondere Stimmung verbreitet die Bahiravokanda Vihara Buddha Statue, welche hoch oben über der Stadt thront.

Das kulturelle Dreieck

Dort, wo die Ostküste, das Hochland und der Norden zusammentreffen, befindet sich das sogenannte “kulturelle Dreieck” Sri Lankas. Diesen Namen hat sich die Region redlich verdient. Im Umkreis von gerade einmal 150 km verteilen sich viele der wichtigsten Stätten und Heiligtümer des Landes.

So auch Anuradhapura, die erste Königsresidenz des alten Sri Lanka. Einst religiöses wie politisches Zentrum des Landes, haben sich in Anuradhapura Zeugnisse aus 1300 Jahren Geschichte bewahrt. So ist der Jaya Sri Maha Bodhi bis in die Gegenwart das wichtigste buddhistische Heiligtum von Sri Lanka. Dort steht der berühmte Bodhi-Baum, eine Pappelfeige, unter der Siddhartha Gautama sein “Erwachen” erlebt haben und zum Buddha geworden sein soll.

Nicht weit entfernt liegt Polonnaruwa. Auch diese Stadt war zu Zeiten der alten sri-lankischen Könige ein bedeutender Ort. Die Ruinen jener Zeit sind heute von dichten Hainen umgeben und lassen Besucher durch die Geschichte wie durch einen Traum wandeln.

Dambulla ist ein Verkehrsknotenpunkt und verbindet Kandy mit der Jaffna-Halbinsel. Der Handel mit Gemüse, Gewürzen und anderen Waren florieren, während der Höhlentempel von Raja Maha Vihara zahlreiche Besucher anlockt. Auch Sigiriya mit dem Lions Rock ist immer einen Besuch wert und im National Park Habarana kommst du Sri Lankas Natur ganz nahe. In der Dämmerung kannst du hier Elefanten an den Strassen sehen. Doch die Gegend hat noch viel mehr zu bieten und lässt das Herz von geschichtsinteressierten Reisenden. sowie Archäologen gleichermaßen höher schlagen.